Magenbeschwerden

Liebe geht durch den Magen – Stress leider auch!
Oberflächlich betrachtet ist unser Magen ein Muskelsack mit einem Fassungsvermögen von etwa einem Liter. Da er elastisch ist, kann er bei Bedarf mehr aufnehmen. Wird er jedoch zu voll, reagiert er mit Magendrücken.
Im Magen werden die mehr oder weniger gut gekauten Speisen mit Magensaft vermischt und durchgeknetet, sodass ein inniger Kontakt mit den aus Pepsin und Salzsäure bestehenden Verdauungssäften entsteht. Diese Bewegungen sind nicht zufällig, sondern fein abgestimmt mit den Schluckbewegungen und den Bewegungen der Speiseröhre.
Die Verweildauer der Speisen hängt von ihrer Zusammensetzung ab: Kohlenhydrate wie Brot etwa eine Stunde, Eiweiße wie Fleisch länger, Fette am längsten. Durch die Verdauungssäfte wird die Nahrung so weit aufgespalten, dass sie später im Dünndarm aufgenommen werden kann. Der Übergang vom Magen in den Zwölffingerdarm wird durch den Magenpförtner gesteuert.
Damit sich der Magen nicht selbst verdaut, schützt ihn eine widerstandsfähige Schleimschicht, die die Säure fernhält und neutralisiert. Die Produktion der Säure, die Bildung der Schleimschicht und die Bewegungen werden vom vegetativen Nervensystem so gesteuert, dass wir im Alltag nichts davon bemerken – solange wir im inneren Gleichgewicht sind.
Stress und seelische Belastung als Auslöser von Magenbeschwerden
Das innere Gleichgewicht des Magens kann sowohl durch körperliche als auch seelische Faktoren gestört werden. Beschwerden treten oft in Zusammenhang mit dem Essen auf, sind aber nicht immer nur durch die Nahrung bedingt.
Neben falscher Ernährung spielen seelische Belastungen wie Stress, Hektik, Ärger oder Überforderung eine große Rolle. Unregelmäßiger Lebensstil, Schlafmangel, späte oder hastige Mahlzeiten, Rauchen und Alkoholkonsum verstärken die Belastung zusätzlich.
So entsteht ein Teufelskreis: Stress verursacht Magenprobleme, die wiederum den Stress erhöhen. Gerät das vegetative Nervensystem aus der Balance, kann es zu Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwüren kommen. Auslöser für Magenschwierigkeiten können u. a. sein:
- Lebenskrisen oder Verluste
- Schicht- und Fließbandarbeit
- unregelmäßige Ernährung und späte Mahlzeiten
- hoher Nikotin- oder Alkoholkonsum
- Medikamente, die die Magenschleimhaut reizen
- verdorbene Lebensmittel oder säurehaltige Nahrungsmittel wie Kaffee, schwarzer Tee oder Zitrusfrüchte
Möglichkeiten zur Vorbeugung und Linderung von Magenbeschwerden
Eine fachlich fundierte Fußreflexzonen-Diagnostik und -Massage, speziell auf das Verdauungssystem abgestimmt, kann ein erster Schritt sein, um die eigene Verfassung besser zu verstehen. Dabei werden Zusammenhänge zwischen Störfeldern und Magenbeschwerden erklärt, Blockaden gelöst und die Selbstheilungskräfte aktiviert.
Für den Alltag helfen folgende Hinweise:
- Sprechen Sie bei Medikamenteneinnahme, insbesondere Cortison oder Antibiotika, mit Ihrem Arzt über mögliche Auswirkungen auf den Magen.
- Essen Sie in Ruhe, kauen Sie gründlich und bevorzugen Sie kleinere Mahlzeiten.
- Vermeiden Sie schwer verdauliche oder blähende Speisen.
- Reduzieren Sie Fett und tierische Produkte.
- Trinken Sie stilles Mineralwasser und verzichten Sie auf Kaffee, schwarzen Tee oder Alkohol auf nüchternen Magen.
- Erlernen Sie Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga.
- Planen Sie regelmäßig seelenpflegende Gespräche oder Körpertherapie ein.
- Meiden Sie stressbeladene Situationen und reflektieren Sie diese ggf. in einem Coaching.
